Lehrerberuf für 3 Generationen
Weil wir im Laufe eines Arbeitslebens in unserer biologischen Leistungsfähigkeit abnehmen, aber in unserer sozialen und professionellen zunehmen, müssen sich die Leistungsanforderungen im Sinne der Generationenprofile verändern lassen: die Schwere der Anforderungen muss sinken, die Schwierigkeit muss steigen und die soziale Einbeziehung wird in jeder Altersgruppe gefördert. Die LehrerInnenberufe sind aber über ein Arbeitsleben hin gleichbleibend, es gibt keinen erfahrungs-, kompetenz- und altersgerechtendass Wandel der Arbeitsanforderungen und der Arbeitslebensgestaltung. Die Schule ist für die LehrerInnen eine Prime Age Company, d.h. als Arbeitswelt am Haupterwerbsalter standardisiert, d.h. am 20 bis 40-jährigen Arbeitnehmer – und alle anderen Lebensphasen sind implizit „Nebensache“.
Daher kollidiert das Älterwerden im Lehrberuf mit der „jugendlichen“ Altersindifferenz der schulischen Arbeitsorganisation. Die soziopsychobiologische Folge ist eine strukturelle Verdrängung erfahrener Lehrpersonen in die Frühpension, weil es zu körperlicher Überforderung, geistiger Unterforderung und Altersdiskriminierung kommt und dies in Krankheit, Krisen, Widerwillen und Frühpension münden muss. Das Problem ist nicht das Älterwerden, sondern dass es keinen Platz fürs Älterwerden im Beruf gibt.
Vieles, was unter Burn Out im Lehrberuf oder Stress oder Sinnkrise subsummiert wird, ist im Wesen Folge dieser altersungerechten Struktur und braucht daher eine generationengerechte Konzeption des Lehrerinnenberufs. Dies war ein Projekt des Steiirischen Landesschulrates mit IBG Institut für innovatives Gesundheitsmanagement und LBZ Graz Lehrerberatungszentrum. Leiter des Projektteams waren die Initiatoren dieser Elterninitiative im Jahre 1999. Erkenntnisse wurden gesammelt und Reformwege konzipiert. Mit dem Beginn der ÖVP-FPÖ-BZÖ-Regierung wurden diese Konzepte archiviert. Sie sind jedoch nach wie vor interessant, auch wenn nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Es handelt sich jedoch um einen zentralen Hebel für eine bessere Arbeitswelt für Lehrerinnen und Lehrer. Vielleicht interessieren Sie sich für mehr und nützen den Antwort-Kasten unten.
Allgemeine Grundlagen finden Sie auch auf der website www.arbeitundalter.at, welche von IBG Institut für Innovatives betriebliches Gesundheitsmanagement (www.ibg.co.at) für Industriellenvereinigung, Arbeitskammer Österreich, ÖGB und WKO gemacht wurde.
Productive Ageing – Wissenschaftliche Grundlagen zur Veränderung der Leistungspotentiale während eines Arbeitslebens und Prinzipien einer generationengerechten Gestaltung des Arbeitslebens
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Analyse der Generationenverträglichkeit der verschiedenen Lehrerberufe durch eine Erhebung bei 18.000 LehrerInnen der Steiermark zu Lebensqualität, Sinnfindung und Arbeitsvermögen 1999 (Folien)
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Qualitative Analyse der Generationenverträglichkeit der verschiedenen Lehrerberufe für LehrerInnen der Steiermark (Report)
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Ansatzpunkte und Handlungsfelder für eine alters- und erfahrungsgerechte Reform der Lehrerberufe – Steiermark 1999 (Report)
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